Die Hoffnungsvase

Ein Mann verlor seine Arbeitsstelle. Die Familie konnte die Rechnungen nicht mehr zahlen und die Kinder nicht mehr zum Kieferorthopäden schicken. Es gab nichts Neues zum Anziehen. Sie mussten das anziehen, was noch im Schrank hing. Eines Tages, als die Frau wirklich entmutigt war, brachte der Mann eine gelbe Rose mit, ihre Lieblingsblume.

Ein  paar Tage später, als er wieder von einem enttäuschenden Bewerbungsgespräch nach Hause kam, stellt er wieder eine gelbe Rose in die Vase. Dabei blieb es, wenn eine Rose verblüht war, tauchte eine andere auf. Manchmal suchte die Frau selbst nach etwas Geld in der Tiefe der Handtasche, um damit die nächste Rose zu kaufen. Sie wollte ihrem Mann zeigen, dass sie an ihn glaubte, egal was passiert. Selbst die Kinder steckten manchmal ein Gänseblümchen oder einen Löwenzahn in die „Hoffnungsvase.“ Diese kleine Geste hat sehr viel dazu beigetragen, dass die Stimmung in der Familie nie  ganz abgesunken ist.

Der Hoffnung Ausdruck verleihen

Manchmal gibt es Situationen, die sind alles andere als hoffnungsvoll. Sehe ich aber auch darin noch Zeichen der Hoffnung? Oder kann ich selbst Zeichen der Hoffnung setzen?

Aktiv werden und ein Zeichen der Hoffnung setzten, das hat dieser Mann getan.

Er hat sich nicht überrollen lassen von der Hoffnungslosigkeit, die eigentlich an der Tagesordnung gewesen wäre. Er hat die Hoffnung für sich sichtbar gemacht. Er hat ein Symbol gefunden, das für ihn und die ganze Familie zum Hoffnungszeichen wurde.

Mein Huflattich

In einer Situation wo es mir sehr schlecht ging, wurde mein Blick bei einem Spaziergang auf einen Huflattich gelenkt, der trotz Wind und Schnee unbeirrt vor sich hinblühte. Immer wieder besuchte ich diesen Huflattich und beobachtete, wie es ihm ging. Dieser Huflattich wurde für mich zu einem Hoffnungszeichen in meiner damaligen Situation.

Symbole finden

Am liebsten würde ich Sie jetzt alle, die Sie diese Zeilen lesen auf einen Frühlingsspaziergang schicken. Sie würden von mir die Aufgabe bekommen sich etwas von diesem Spaziergang mit nach Hause zu nehmen. Etwas was Sie anspricht. Ein Zeichen der Hoffnung für Ihre Situation, in der Sie gerade stehen. Dann stellen Sie sich folgende Fragen:

Was will mir der Gegenstand zeigen oder sagen? Wo kann er für mich zu einem Symbol der Hoffnung werden?

Gott spricht zu uns durch Bilder

Immer wieder spricht Gott durch Bilder zu uns. So kann Gott durch diesen Gegenstand, den Sie von Ihrem Spaziergang mitgenommen haben, Ihnen etwas sagen wollen.

Fragen Sie ihn einmal danach: „Gott, was möchtest du mir damit sagen?“

Ohne dass Sie es merken, sind Sie in einem Zwiegespräch mit Gott.

So einfach ist es mit Gott zu sprechen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr Hoffnungszeichen finden, durch das Gott zu Ihnen reden möchte.

© Esther Lieberknecht

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